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ich sehe ihm ganz tief in die augen. ich kann kaum noch durchschauen, denn der schleier, der sich wegen meiner tränen gebildet hat ist unumgänglich.
ich schlucke und weine wieder ein bisschen. wieder laufen tränen. in meinem kopf rast alles und ich bemühe mich, meine gedanken zu ordnen um sie kurze zeit darauf in worte verwandeln zu lassen.

ich liege da, völlig hilflos, nackt, unsicher aber keinesfalls allein. er ist da, hält mich in seinen starken armen und in seinen augen, in seinen gesichtszügen kann ich erkennen, dass ihm das warten auf meine worte mindestens genauso schwer fällt wie mir das aussprechen.

ich sehe mich in seinen armen. ich reiße meine augen erschrocken auf und schaue ihn ungläubig an, doch er schaut mich immer noch mit seinen tiefen blauen augen an, in denen ich schon in so vielen momenten versunken bin, er hat das geräusch nicht wahrgenommen. das geräusch kam von meiner eigenen mauer, meine mauer die ich mir seit so vielen jahren aufgebaut habe. sie ist ein stückchen eingerissen, in dem moment als ich mich dazu entschlossen habe meine ängste für ihn in worte zu verwandeln.

ich schaue ihn immer noch an. sein griff ist fester und gleichzeitig zärtlicher geworden. nun fließen die wörter endlich heraus. es scheint als würden sie sich mit meinen ebenfalls fließenden tränen ein rennen liefern. während ich rede wird mir so viel klar und ich kann ihm mein verhalten benennen. meine größte angst und gleichzeitig meine größte schwäche. jetzt wo ich so vor ihm liege, völlig nackt und angreifbar merke ich, wie ich zurückweichen will. mich schützen will.

doch er streichelt mir sanft über die wange. lächelt und seine stahlblauen augen beginnen sich in ein helles liebevolles blau zu verwandeln. dieses von mir so heißgeliebte blau strahlt mich wider meiner erwartungen an und sagt: „Ich kann dich jetzt verstehen, ich liebe dich!“

meine tränen fließen und ich muss erst einmal schlucken und dann dauert es noch einen moment bis ich merke, dass sich geliebt werde, geliebt werde wie ich bin, wie ich war und wie ich sein werde!!

Zitat des Tages

ZEIT - ist keine Schnellstrasse zwischen Wiege und Grab, sondern PLATZ zum PARKEN in der SONNE!

 

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Die Sehnsucht

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, die Arbeit einzuteilen und Aufgaben zu vergeben, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem endlosen weiten Meer!“

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