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heute waren wir nach einem kleinen gemütlichen spaziergang noch ein bisschen in der halle – alles war so neu, weil ein neuer boden reinkam, der natürlich erst einmal begutachtet werden musste, danach gab es noch ein paar dehnübungen und ein bisschen hin und hergelaufe – alles natürlich im gediegenen tinkermodus – d.h. laaaangsaaaam und gemütlich!!!
hier ein paar eindrücke:

ich bin ja soooo verliebt *hihi*

kleine, wir haben noch sooo viel vor!!!!

*ich bin sooo überglücklich, dass kann ich gar nicht in worte fassen!!*

eine vor-freude-weinende sarah

schon als kleines mädchen hatte ich immer nur einen einzigen traum (und ich glaube diesen habe ich mir mit vielen, vielen anderen mädchen geteilt)!
der traum vom eigenen pferd!!

in der grundschule träumte ich fast jede nacht, dass ich morgens aufwache und am ende meiner straße würde ein pferd stehen. es würde da stehen auf mich warten und mir meinen traum erfüllen. der traum vom eigenen pferd!
dieser wunsch erfüllte sich leider niemals, obwohl ich jeden morgen mit neuer hoffnung auf das straßenende geschaut habe…ein pferd hat dort nie auf mich gewartet.

ich schaute alle pferdefilme die es gab. wenn ich barbie oder playmobil spielte, dann nie mit menschen – es waren immer die pferde, die ich zum leben erweckte.
meine kindlichen rollenspiele bestanden nur zu einem geringen prozentteil aus vater-mutter-kind-spielen. ich war meistens ein pferd und besaß eine kleine pferdefamilie. da man als mädchen auch irgendwann in die fantastische welt abtaucht ging auch dieser part nicht ganz an mir vorrüber – aber ich sage euch – feen und elfen haben mich einen scheiß interessiert irgendwie kalt gelassen. ich war fasziniert vom fliegenden pferd und natürlich dem einhorn. alles war mir egal – hauptsache es hatte etwas mit pferden zu tun.

irgendwann als kleiner teenager mit zahnspange durfte ich dann reitunterricht nehmen und blühte darin vollends auf. endlich saß ich auf einem pferd – einem wirklich echten pferd. das fühlte sich sooo gut an!
durch einen dummen, dummen zwischenfall musste ich den kontakt zu meinen liebsten tieren für 10 jahre abbrechen, was mich heute noch sehr schmerzt.
aber dann kam mein vater und stellte nora und nelly in meine nähe (von denen hab ich hier auch ein paar mal geschrieben). nun ja, auch das war nicht von langer dauer, da die drei ja in ihr persönliches paradies gezogen, was ich ihnen von herzen gönne. aber seit die 3 weg sind, seit cirka einem jahr hatte ich wenig bis keinen kontakt zu pferden. und mein kleines träumerherz hat darunter sehr gelitten und eigentlich hatte ich langsam aufgehört von einem eigenen pferd zu träumen – ich dachte, manche träume erfüllen sich eben nicht und sind nur entstanden um träume zu bleiben!!

nun ja, was soll sich sagen…manche träume und sehnsüchte, wenn man sie nur lang genug träumt, sich nach ihnen sehnt und sie niemals sterben lässt, erfüllen sich doch.
mein traum hat sich erfüllt. ein traum ist wahr geworden, den ich mich schon nicht mehr gewagt habe zu träumen.
in der zeit, in der es mir am schlechtesten ging. in einem lebensabschnitt, der nun wirklich nicht schön zu reden ist, in einem lebensabschnitt, den ich in der psychiatrie verbracht habe, hat sich mein herz getraut zu träumen und meine mutter – meine wunderbare mutter hat mir diesen lebenstraum erfüllt!
sie hat mein herz zu neuem leben erweckt – hat mir gezeigt, dass ich meinen traum mein ganzes leben lang nicht umsonst geträumt habe. meine mutter hat meinen traum wahr werden lassen und schenkte mir ein pferd! sie schenkte mir nicht irgendein pferd, sondern jenes, dass ich schon IMMER haben wollte.
in einer zeit, in der ich mit hoffnung nichts anzufangen wusste. mein hauptwohnsitz fast ein halbes jahr die psychiatrie war und ich wirklich, wirklich am boden war – hauchte sie meinem traum leben ein und verwirklichte ihn – und ich bin dankbar, wie ich es noch nie in meinem leben war!!

erste eindrücke:

ich bin sooooo unbeschreiblich glücklich!!!!!

…MEIN traum kommt gleich zu mir!!!

ich kann es ja gar nicht mehr abwarten!!!

ich hibbel und ich hibbel und ich hibbel und ich bin sooo aufgeregt…wie lange habe ich auf DIESEN tag gewartet!!!!!!

eine üsch-kann-es-nicht-mehr-abwarten sarah

was kann es schöneres geben, als ein kleiner spaziergang mit meinem durchgeknallten hund am rhein? *wonderschön*

wunderschön dich so topfit zu sehen, kleine :)

eine hach-was-hab-ich-einen-tollen-hund sarah

es stehen zwei dinge in der engeren auswahl:

* töten durch erwürgen
* töten durch drauf treten

ich weiß noch nicht genau, welche methode ich anwende, aber schmerzhaft muss es sein, soviel steht fest.

denn bei aller kaninchenliebe, aber aus dem käfig ausbrechen, die gesamten anlagenkabel, einschließlich netzwerkkabel durchknabbern, sodass weder anlage noch internet funktionieren, geht mal gar nicht…ich bin sauer

jetzt werd ich erst einmal nicht nach mehr ins netz können…oh weh!!

eine militante-hasenzahn-gegnerin sarah

…wenn man selbst dann nicht genug schmuseeinheiten bekommen kann, wenn der partner am trinken ist:

eine liebesentzückte sarah

irgendwie haben sie alle etwas abstoßendes gemeinsam: die krankenhäuser.
der geruch, die langen wartezeiten, die ungewissheit, die langeweile, die gespräche die sich entwickeln, das zittern und bangen. aber so wie gestern ist mir das noch nie aufgefallen. vielleicht weil es eine tierklinik war.
wenn man 3,5 stunden um das leben seines hundes bangt, dann bringt das irgendwie ganz viele gefühle mit sich. die gespräche, das versuchte lachen, das rumsitzen und nichts machen können wirken irgendwie unecht. alles ist irgendwie unecht und unbeschreiblich langweilig und angsteinflößend.
man hört nichts, nur das rauschen des kaffeautomates und das nachkühlen des getränkeautomates. man schwebt die ganze zeit in ungewissheit. man sieht ärzte rennen. leute kommen weinend herein und verlassen 10 minuten später die tierklinik – ohne das tierische familienmitglied.
und dann, spätestens dann wird einem bewusst um was es hier eigentlich geht. um den EIGENEN hund. um das tier, dass man schon 12 jahre immer und immer an seiner seite hat. um DAS tier, dass man noch kurz vor der klinik 1,5 stunden mit streicheln und geschichten aus der kindheit beruhigt hat. wieder schnürt sich so ein komisches gefühl um das eigene herz.
endlich: 3,5 stunden ungewissheit später kommt einen der arzt entgegen und man wird in einen sterilen raum geführt in dem es unangenehm nach hundefutter riecht.
dann der blick auf sein sonst so starkes und großes tier: da liegt sie, schwach und in narkose. sie atmet schwer und träumt schlecht. sie zittert am ganzen leib und wird an einen tropf gehängt. das einzige was sie ein bisschen ruhiger zu machen scheint ist meine hand auf ihrem kopf. ich flüstere ihr wieder ein paar dinge ins ohr. sie atmet schwer, ganz schwer und ich denke mir, auch wenn ich sie noch nie so schwach und hilflos erlebt habe: sie ist MEIN hund. mit ihr habe ich die erste nacht vor fast 13 jahren auf dem fußboden eingewickelt in einer decke verbracht, weil sie nur neben mir schlafen konnte. mit ihr habe ich so viel erlebt. das einzige lebewesen, dass mich noch NIEMALS in ihrem ganzen leben enttäuscht hat. das einzige lebewesen, dass seit ich ein teenager bin ALLE meine sorgen und ängste kennt. das einzige lebewesen, dass immer so voller liebe und hingabe angekrochen kam, wenn es mir schlecht ging.
jetzt ist sie noch in der klinik. in einem sterilen mit kissen ausgelegten raum, weg von den menschen, die sie schon ihr ganzes leben um sich hatte und ich kann nur sagen:
DU BIST EIN WAHNSINNSHUND!!

eben war ich mit der kleinen beim arzt.
sie hat 100 gr zugenommen (juhuuu), sie kackt hinterlässt wohlgeformte, von paraffin glänzende köttel und ihr zustand hat sich etwas gebessert.
sie muss allerdings weiter mit der spritze gefüttert werden: 3 mal am tag (anstatt 6 mal) und ist noch nicht überm berg!
am donnerstag das nächste mal geld verlieren kontrolle!

es bleibt spannend!!!

eine erleichterte sarah

Zitat des Tages

ZEIT - ist keine Schnellstrasse zwischen Wiege und Grab, sondern PLATZ zum PARKEN in der SONNE!

 

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Die Sehnsucht

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, die Arbeit einzuteilen und Aufgaben zu vergeben, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem endlosen weiten Meer!“

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